{"id":2463,"date":"2015-01-22T08:28:23","date_gmt":"2015-01-22T07:28:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.autolook.de\/?p=2463"},"modified":"2015-01-22T08:28:23","modified_gmt":"2015-01-22T07:28:23","slug":"risse-im-beton","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.autolook.de\/?p=2463","title":{"rendered":"Risse im Beton"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2779\" src=\"http:\/\/www.autolook.de\/wp-content\/uploads\/emo-logo-Briefmarke-150x110.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"110\" \/>Betonschutzw\u00e4nde auf Autobahnen sollen bei Unf\u00e4llen die Fahrzeuge in der Fahrspur halten und so den Crash mit dem Gegenverkehr vermeiden. Doch viele Betonw\u00e4nde haben Risse und br\u00f6ckeln. Der Landesbetrieb Stra\u00dfen NRW\u00a0verh\u00e4ngte deshalb auf 15 Teilst\u00fccken des Landes Tempolimits f\u00fcr <!--more-->Pkw und Lkw. Als erstes Bundesland hat NRW seine Betonleitplanken untersucht und festgestellt: Mehr als zehn Prozent der verbauten 900 Kilometer sind mit Rissen durchzogen. Sie entstehen beim Aush\u00e4rten oder aufgrund von Temperaturschwankungen. Sogenannte Scheinfugen sollen dies mindern, doch auch das Fugenmaterial br\u00f6ckelt. Dort dringt Wasser ein und greift die Stahlbewehrung an. Die folgende Korrosion schw\u00e4cht die Betonwand, anprallende Fahrzeuge k\u00f6nnten zur Gegenfahrbahn durchbrechen. Ein Problem, dass Stra\u00dfenbau\u00e4mter in allen Bundesl\u00e4ndern haben. Bis auf weiteres verh\u00e4ngte man in NRW auf knapp 40 Kilometer Autobahn ein Tempolimit von 100 km\/h f\u00fcr Pkw, f\u00fcr Lkw 60. \u201eSolange keine bundeseinheitliche L\u00f6sung gefunden ist, werden in NRW keine Betonschutzw\u00e4nde mehr in Ortbeton hergestellt\u201c, erkl\u00e4rte Verkehrsminister Michael Groschek im Landtag. Als Ortbeton wird \u201cvor Ort\u201d auf der Autobahn gegossener Beton bezeichnet. Experten fordern ein unabh\u00e4ngiges, neutrales Forschungsergebnis vom Bundesverkehrsministerium. \u201cDie Erkenntnisse, die hier vorliegen, sind sehr stark gepr\u00e4gt von den Interessenverb\u00e4nden der Betonbauer und der Stahlindustrie\u201d, bem\u00e4ngelt die Deutsche Polizeigewerkschaft. Denn nach heftigen Wolkenbr\u00fcchen stiegen auch die Unf\u00e4llzahlen. Viele Betonschutzw\u00e4nde sind etwa f\u00fcnf Zentimeter in die Beton- oder Asphaltfahrbahn eingelassen. Die Wassermengen k\u00f6nnen &#8211; statt wie bei Stahlleitplanken darunter &#8211; \u00fcber die Kanalisation nur schlecht abflie\u00dfen und f\u00fchren dann zum gef\u00e4hrlichen Aquaplaning. Gegebenenfalls m\u00fcssten die schadhaften Betongleitw\u00e4nde durch geeignete neue Fahrzeug-R\u00fcckhaltesysteme ersetzt werden, meint Groschek. Er will gar pr\u00fcfen lassen, \u201eob die Herstellerfirmen in Regress genommen werden k\u00f6nnen.\u201c Denn einst haben die Hersteller 25 Jahre Wartungsfreiheit versprochen.<br \/>\nDie G\u00fctegemeinschaft Betonschutzwand &amp; Gleitformbau sieht dies anders. Demnach stellte die einst g\u00fcltige \u201eZTV PS 98\u201c (Zus\u00e4tzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien f\u00fcr passive Schutzeinrichtungen) nur geringe Anforderungen an die Dauerhaftigkeit der Schutzeinrichtungen. Darin war eine niedrige Betong\u00fcteklasse mit hohem Frost- und Tausalzwiderstand gefordert. \u201cUnplanm\u00e4\u00dfige Risse bis 2 Millimeter werden dort toleriert\u201d, hei\u00dft es von Verbandsebene. Diese geringen Anforderungen f\u00fchrten zu den heute bekannten Ph\u00e4nomenen. Eine zeitliche Anforderung an eine Dauerhaftigkeit der Betonschutzw\u00e4nde wurde darin nicht festgelegt. Diese ist erst seit zwei Jahren in den \u201eZus\u00e4tzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien f\u00fcr Fahrzeug-R\u00fcckhaltesysteme\u201c (ZTV FRS 13) gefordert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Betonschutzw\u00e4nde auf Autobahnen sollen bei Unf\u00e4llen die Fahrzeuge in der Fahrspur halten und so den Crash mit dem Gegenverkehr vermeiden. Doch viele Betonw\u00e4nde haben Risse und br\u00f6ckeln. 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