Tag Archives: China

Todesrisiko für Fußgänger

China-Radfahrer-by-BayerDas Risiko bei einem Unfall getötet zu werden, liegt bei Tempo 50 für Fußgänger und Radfahrer fünf Mal höher als bei Tempo 30. Und schon bei Tempo 40 ist es doppelt so hoch. Dies ergab eine Auswertung von Verkehrsunfällen mit Fußgängern und Radfahrern an der Hunan University in Changsha, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Traffic Injury Preventation. Liegt die Aufprallgeschwindigkeit Continue reading

Gefälschte Airbags an Bord

Seat-SeitenairbagsEine Flut von gefälschten Airbags aus China überschwemmt derzeit die USA. Einige Zehntausend amerikanische Autofahrer haben sie in den letzten drei Jahren als Austauschteile in Unfallautos einbauen lassen – unwissentlich. Wie die nationale Verkehrssicherheitsbehörde Continue reading

BMW mit „Versprechen“ in China

Deutsche Automobilhersteller engagieren sich mehr und mehr in China. Gerade hat BMW sein neues Werk in Tiexi im Nordosten Chinas mit einer Kapazität von 100.000 Pkw pro Jahr gestartet, schon folgt eine eigene Elektroauto-Marke. Unter dem Namen „Zhi Nuo“ („Versprechen“) will man gemeinsam mit dem chinesischen Autobauer Brilliance E-Fahrzeuge auf dem dortigen Markt verkaufen. Dies geht aus Papieren des Deutschen Patent- und Markenamtes hervor, aus denen die WirtschaftsWoche zitiert. Demnach ließ sich das Joint Venture den chinesischen Schriftzug Zhi Nuo weltweit als Marke schützen.
Die chinesische Regierung schreibt ausländischen Automobilherstellern vor, Elektroautos gemeinsam mit lokalen Herstellern zu entwickeln und zu bauen. Zudem müssen sie unter einer eigenen chinesischen Marke verkauft werden. Neben BMW sind auf dem chinesischen Markt das Joint Venture BYD/Daimler mit dem Elektroauto „Denza“ als eigene Marke vertreten. Volkswagen hat gar zwei E-Auto-Projekte laufen: Mit First Automotive Works (FAW) den „Kaili“ und mit der Shanghai Automotiv Industry Corp. (SAIC) den – noch nicht bestätigten – „Tantus“.

China bremst Euphorie für E-Autos

Die Massenfertigung von Elektroautos in China könnte zum Stocken kommen – bevor sie richtig beginnt. Denn Ministerpräsident Wen hat sich zur automobilen Zukunft skeptisch geäußert. “Die Entwicklung von Elektroautos hat gerade erst begonnen”, schrieb der Regierungschef in der Parteizeitung. Es sei aber nicht sicher, ob diese Fahrzeuge sich letztlich durchsetzen würden. Nach einem Bericht der Financial Times mache dies die offiziellen Pläne zur Massenfertigung von E-Autos in China zunehmend unrealistischer. Indizien hierfür sind die Rückschläge chinesische Autobauer in den letzten Jahren. Beispielsweise hat der Batteriespezialist BYD die Markteinführung von Elektroautos mehrfach verschoben. Ähnlich der Automobilhersteller Great Wall, der noch vor zwei Jahren E-Mobile für 7000 Euro präsentiert hatte. Allerdings ohne die Massenfertigung aufzunehmen. Auch in Europa halten viele Experten E-Mobile für Nischenprodukte, da westliche Hersteller mehr und mehr versuchen, den Verbrauch von Verbrennungsmotoren weiter zu drosseln.

 

Saubere Luft in China

Pekings Behörde für Umweltschutz will den Emissionsausstoß des Autoverkehrs senken. So soll auch die Euro 4-Fahrzeugnorm, die 2008 in Kraft trat, durch eine Euro 5-Fahrzeugnorm erweitert werden. Ferner will China rund 300.000 leichte Nutzfahrzeuge, die die Euro 3-Norm nicht erfüllen, verschrotten, sowie 100.000 Euro 2-Fahrzeuge. Verbesserte Inspektions- und Wartungsprogramme und eine bessere Überwachung der Euro 4-Norm runden das Paket ab.

Welche Auswirkungen Maßnahmen zur Luftreinhaltung in China haben können, zeigte sich während der Olympischen Spiele. NASA-Forscher haben anhand von Satellitendaten festgestellt, dass während der zwei Monate die gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxide (NO2-Werte) um fast 50 Prozent sanken, das Kohlenmonoxid (CO) um etwa 20 Prozent. Die chinesischen Behörden hatten während der Olympischen Spiele die zeitweilige Schließung von Fabriken sowie Verkehrsbeschränkungen ausgesprochen.

China-Autos bei Aldi

“Der Drachen kriegt Räder” – So beschreibt der China-Korrespondent der Wiirtschaftswoche, Frank Sieren, den Siegeszug der Chinesen in der Automobilbranche. Er ist davon überzeugt, dass eines Tages der “Weltvolkswagen” aus dem Reich der Mitte kommen wird. Sieren beschäftigt sich in dem Buch “Ausgebremst” (Autor Ex-BMW-Chefvolkswirt Helmut Becker) mit der Krise der deutschen Autohersteller.

Sieren kann sich für die Zukunft durchaus vorstellen, dass es chinesische Autos bei Aldi an der Kasse geben wird: “Ein Auto der Fox-Klasse für 3.499 Euro mit vier Türen, Navigationssystem und Airbags. Zu bezahlen per EC-Karte. Geliefert wird einmal die Woche freitags per Tieflader auf dem Aldi-Parkplatz, so lange der Vorrat reicht.” Jahrelang hätten vor allem die Deutschen den Chinesen beigebracht, wie man Autos baut. Heute seien sie in der Lage, eigene Fahrzeuge herzustellen. “Schon Anfang des nächsten Jahrzehnts werden sie die Führung in ihrem Markt bei den Kleinwagen übernehmen und diese auch zu unschlagbaren Preisen exportieren”, so der Bestseller-Autor.

In Asien sind teure Luxusmodelle kaum gefragt

Deutschlands Anteil an der weltweiten Autoproduktion wird in den nächsten Jahren weiter sinken, allerdings wird die Führung im Premium-Segment ausgebaut. Dies geht aus einer neuen Auto-Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervor. Aktuell kommt demnach etwa jedes neunte weltweit produzierte Auto aus Deutschland, 2012 wird es nur noch jedes zehnte sein. Wie die Experten von Ernst & Young ermittelt haben, werden vor allem Russland, Indien und China den Deutschen Autobauern Marktanteile abnehmen.

Die deutschen Hersteller und Zulieferer haben nach Einschätzung von Ernst & Young schon frühzeitig die Chancen in den Schwellenländern ergriffen: Vor allem in Osteuropa haben sie nach dem Fall des Eisernen Vorhangs erhebliche Investitionen getätigt. Das gelte aber auch für China und Indien, wo es das größte Wachstumspotenzial gebe.

Ernst & Young geht davon aus, dass künftig in den Schwellenländern eher preiswerte Modelle nachgefragt und produziert werden, während der Automobilstandort Deutschland verstärkt seinen Premiumstandort weiter ausbauen wird. Hier werden nach Ansicht der Autoexperten eher die innovativen und hochpreisigen Modelle entwickelt und gebaut.

Low-Cost-Auto von Skoda

Volkswagen entwickelt einen heckgetriebenen Viersitzer unterhalb des Kleinwagens Fox, der von Skoda in Asien vertrieben werden soll. “Volkswagen arbeitet derzeit an der A000-Plattform, einer Plattform für einen Viersitzer unterhalb des Kleinwagens Fox”, verriet VW-Chef Dr. Martin Winterkorn. Eine erste Studie des Autos wird im September auf der IAA in Frankfurt zu sehen sein. Erstmals seit den Zeiten des legendären Käfers werde das ein heckgetriebenes Fahrzeug sein, möglicherweise auch mit drei Zylindern, so der Konzernchef gegenüber dem Wirtschaftsmagazin AUTOMOBIL-PRODUKTION.

Von diesem intern “New Small Family” genannten Konzept wollen die Wolfsburger zwei Fahrzeuge für verschiedene Märkte ableiten, so ein Konzernsprecher gegenüber dem Magazin. Für Emerging Markets wie China, Russland, Brasilien oder Indien entwickelt Volkswagen demnach auf der gleichen Basis ein Modell für 5.000 bis 7.000 Euro. “Wir realisieren den günstigeren Preis durch einfachere Ausstattung”, so der Sprecher. Features wie Servolenkung oder Klimaanlage könnten dann entfallen. Für Emerging Markets sei eine Version unter der Marke Skoda denkbar, heißt es aus Wolfsburg.

Hohes Interesse an chinesischen Autos

Jeder vierte Führerscheinbesitzer kann sich vorstellen, ein Auto eines chinesischen Herstellers zu kaufen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Outsourcing-Dienstleisters Accenture hervor. 28 Prozent der befragten Führerscheinbesitzer glauben demnach, dass chinesische Automobilproduzenten innerhalb der nächsten fünf Jahre hierzulande so erfolgreich sein werden wie einst die koreanischen. 

Für 63 Prozent der Befragten ist Fahrzeug- und Insassensicherheit das wichtigste Kriterium beim Kauf eines chinesischen Autos. Beinahe jeder zweite Autofahrer orientiert sich am Preis. “Ab 2009 werden chinesische Hersteller versuchen, neue Modelle auf den deutschen Markt zu bringen”, sagt Andreas Baier, Geschäftsführer im Bereich Automotive bei Accenture. “Bis dahin haben sie auch ihre Hausaufgaben in Sachen Sicherheit gemacht und könnten besonders im unteren bis mittleren Preissegment zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz werden.” Etablierte Hersteller sollten hierzulande die Schonfrist nutzen. Chinesische Autos sind noch weitgehend unbekannt. Den “Landwind” kennen immerhin zwölf Prozent der Befragten, “Chery” und “Brilliance” nur neun Prozent der deutschen Autofahrer. Mit einer Bekanntheit von zwei Prozent landet “Geely” abgeschlagen auf dem letzten Platz.