Tag Archives: Joint Venture

BMW guckt nach Japan

BMW und Toyota wollen eine Partnerschaft eingehen, die weit über die bislang vereinbarten Projekte hinausgeht. Die Konzernchefs Norbert Reithofer und Akio Toyoda werden das Bündnis in Kürze bekanntgeben. In einem ersten Schritt hatten die beiden Autohersteller Ende 2011 vereinbart, dass BMW Dieselmotoren an den japanischen Partner liefert und beide gemeinsam die nächste Generation der Lithium-Ionen-Akkus entwickeln. Jetzt einigte man sich auf mehrere neue Projekte. In der Hybridtechnologie, bei der Brennstoffzelle und der Elektronik kann BMW von Toyota profitieren; beim Leichtbau ist BMW führend. Die Münchner haben damit mehr als nur einen Ersatz für den bisherigen Partner Peugeot gefunden, der die gemeinsame Entwicklung von Elektrofahrzeugen mit BMW nicht mehr weiterführen und stattdessen mit General Motors zusammenarbeiten will. Toyota ist führend in der Hybridtechnologie und kann im Gegensatz zu den finanzschwachen Franzosen genügend in neue Technologien investieren.

BMW und Peugeot und Spannung

Nach dem Einstieg von General Motors  bei Peugeot Citroen steht die Trennung des derzeit bestehenden Joint Ventures von  BMW und PSA Peugeot Citroën wohl bevor. Nach Informationen der “Welt” will sich PSA von seinen Anteilen an “BMW Peugeot Citroën Electrification” (BPCE) trennen. Die  Allianz, die PSA und General Motors hatte vereinbart, dass die Amerikaner sieben Prozent an PSA übernehmen und damit einer der entscheidenden Anteilseigner bei PSA werden.

Nach Angaben der französischen Zeitung “La Tribune”, hatten sich die Bayern nicht mit der neuen Allianz abfinden wollen. Zudem bestünden seitens der Deutschen Bedenken über die finanzielle Stabilität der Franzosen. BMW will nun auch ungeachtet des wahrscheinlichen Ausstiegs der Franzosen an BPCE festhalten. Das Hybrid-Unternehmen ist auf zwei Standorte verteilt, Forschung und Entwicklung sind in München angesiedelt, die Produktion der Komponenten, die BMW und PSA auch dritten Autobauern anbieten wollten, war ab 2014 im elsässischen Mülhausen vorgesehen, einem bestehenden Peugeot-Werk. An diesem Standort wird BMW nach einer Trennung von PSA dem Vernehmen nach („Welt“) kein Interesse haben – schon weil Frankreich ein Hochlohnland ist, mit in der Branche derzeit noch höheren Produktionskosten als Deutschland.

Die schon seit Jahren bestehende Zusammenarbeit von BMW und PSA bei Vier-Zylinder-Verbrennungsmotoren werde man fortsetzen. Die Motoren werden von den Deutschen entwickelt und bei PSA gebaut. GM und BMW hatten im Frühjahr auch über eine Kooperation bei Brennstoffzellen gesprochen.

Conti und Koreaner entwickeln Li-Io-Batterien

Eine Allianz für die Batterieentwicklung will Continental mit dem südkoreanischen Energie- und Petrochemieunternehmen SK Innovation bilden. Bis Mitte des Jahres soll ein Gemeinschaftsunternehmen zur Entwicklung von Batterieantrieben gegründet werden, bei dem die Südkoreaner 51 Prozent halten. Continue reading

Elektroautos ohne Chance?

Der Hype um das Elektroauto könnte zu Ende sein, bevor er richtig begonnen hat – oder zumindest ins Stocken geraten. Auch in Deutschland wächst die Skepsis. Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch, des weltweit größten Automobilzulieferers, sagte jetzt nach einem China- und Japanbesuch der FAZ: „Die Chinesen beginnen, sich stärker für das Potenzial zur weiteren Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs von Verbrennungsmotoren zu interessieren.“ Statt reiner Elektroautos setze die chinesische Regierung auf Plug-in-Hybride, die neben einem Elektromotor auch einen Verbrennungsmotor (Range Extender) haben. Bosch expandiert aber weiterhin in China. Im Joint-Venture UAES entwickelt man beispielsweise mit etwa 100 Mitarbeitern elektrifizierte Antriebstechnik für chinesische Autohersteller. Eine Kleinserienfertigung von Leistungselektronik und Elektromotoren ist ebenfalls schon angelaufen.