Tag Archives: Produktion

Elektroautos starten auf dem Flughafen Tempelhof

Die Beraterfirma Roland Berger plädiert für eine Versuchstrecke für Elektrofahrzeuge auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof. Damit ließen sich Tausende Jobs im E-Mobility-Sektor schaffen. Allerdings gibt sich die Politik noch zögerlich.  Wie die Wirtschaftsfördergesellschaft “Berlin Partner” berichtet, habe zwar die Berliner Politik die Wichtigkeit dieses Segments erkannt, es sei aber schwierig, eine große neue Autofabrik im klassischen Sinn dort anzusiedeln. So  konzentriert man sich derzeit mehr darauf, in Berlin innovative Ladestationen-Systeme für Elektrofahrzeuge und Energiespeichertechnologien zu entwickeln.

Nachfrage nach Li-Io-Batterien sinkt

Nissan stoppt den Bau eines Batterie-Werks in Portugal. Die Elektroauto-Nachfrage entwickelt sich offenbar doch nicht so rasant wie ursprünglich gedacht. Renault-Nissan will bei E-Autos die weltweite Nummer eins werden: Nissan will aktuell mit dem Leaf punkten, Renault Kangoo Z.E., Kangoo Maxi Z.E. und Fluence Z.E. Um den Bedarf an Lithium-Ionen-Akkus zu decken, wurde schon 2009 angekündigt in Portugal unter Nissan-Regie ein neues Batterie-Werk zu bauen, im Februar 2011 folgte der Spatenstich, jetzt stehen die Bagger still.

Im britischen Sunderland entstehen ab Anfang 2012 etwa 60.000 Akku-Einheiten, im Renault-Werk in Flins (Frankreich) sind jährlich 100.000 Lithium-Ionen-Batterien geplant, in Portugal sollten weitere 50.000 Sätze produziert werden. Nach einer “Battery Sourcing Review” stellte man jetzt fest, dass nicht mehr als 160.000 Akkus im Jahr benötigt werden. Daraufhin wurde der Weiterbau des Werks im portugiesischen Cacia ausgesetzt, Nissan spricht aber von einem “rein portugiesischen Problem”.

StreetScooter liefert Briefe und Pakete

Jetzt werden die Pläne („E-Volksauto kommt aus Aachen“) von Achim Kampker, Geschäftsführer und Uni-Professor in Aachen, konkreter. Er will ein vollkommen neues Zustellfahrzeug für Briefe und Pakete schaffen, das die besonderen Anforderungen der Deutschen Post hinsichtlich Alltagstauglichkeit erfüllt und dabei noch wirtschaftlich ist. Basis ist die bestehende StreetScooter Plattform, auf der bis Herbst 2012 ein Prototyp entstehen soll. Forderungen der Deutschen Post an das Elektroauto: bis zu 200 Stopps und Anfahrvorgänge im Kurzstreckenverkehr täglich  an 300 Tagen im Jahr schaffen; ausreichend Ladevolumen für Briefe und Pakete und eine robuste Ausstattung – dabei allen Sicherheitsanforderungen entsprechen. Dies schaffen die derzeit auf dem Markt vorhandenen Elektrofahrzeuge kaum.

Derzeit fahren im Unternehmensbereich Brief 60 Elektrofahrzeuge und 200 Fahrzeuge mit alternativen Technologien wie Hybridantrieb, Biodiesel-, Erdgas- oder Flüssiggasantrieb. Die Deutsche Post hat Erfahrung mit Elektroautos: Schon in den 1990er-Jahren testete man über mehrere Jahre 60 Elektroautos auf Rügen. Das Projekt verlief im Sande, obwohl sich alle Beteiligten mit Ankündigungen übertrafen.

Nils für Alleinfahrer

Technisch konkret und wirtschaftlich tragfähig soll die VW Studie Nils sein. Mit Alu-Space-Frame-Karosserie, Flügeltüren und freistehenden Rädern soll es mit Elektroantrieb den Individualverkehr unterstützen. Nils ist nur 3,04 Meter lang, rund 50 Zentimeter kürzer als der neue Up von Volkswagen. Mit seinen 460 kg und 15 kW E-Motor (kurzzeitig auch 25 kW) beschleunigt Nils in der Spitze bis 130 km/h. Die Lithium-Ionen-Batterie (5,3 kWh) reicht für bis zu 65 Kilometer und ist nach zwei Stunden an einer normalen Steckdose wieder voll aufgeladen.

Ob Nils jemals am Straßenverkehr teilnehmen wird, ist ungewiss. Im VW-Konzern räumt man der Mini-Mobilität aber große Zukunftschancen ein, denn auch Audi ist auf der IAA mit dem Zweisitzer „Urban Concept“ dabei.

E-Volksauto kommt aus Aachen

Deutschland will zum Leitanbieter Elektromobilität werden und gerät immer mehr unter Druck: Die chinesischen Programme, sowie die großen Stückzahlen japanischer Hybridfahrzeughersteller seien „eine ernste Gefahr beziehungsweise ernste Konkurrenz für den deutschen Anspruch“, resümierte die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) in ihrem ersten Zwischenbericht. Mit einem radikalen Umdenken, an dessen Ende revolutionäre Werkstoffe und neue Produktionsprozesse stehen sollen, entwickelt dagegen ein Konsortium aus Wissenschaft und Industrie in Aachen ein völlig neues Volks-Elektroauto – für die Großserie. Mit neuen Produktionstechnologien und Fahrzeugkonzepten und einem Finanzvolumen von 574 Millionen Euro plant ein Netzwerk aus namhaften mittelständischen Automobilzulieferern und der RWTH Aachen ein Elektro-Volksauto für den Stadtverkehr, den StreetScooter. Vertreter der Technischen Hochschule sind beispielsweise …

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Porsche prüft Bauteile direkt beim Einbau

Mit jeder Fahrzeuggeneration wächst die Zahl der Komponenten, die elektrisch oder elektronisch gesteuert werden, um deutlich mehr als zehn Prozent. Deshalb gilt es für die Automobilhersteller schon frühzeitig, möglichst bei der Produktion, Fehler zu erkennen. Teuere Rückrufaktionen lassen sich damit vermeiden. Porsche überprüft jetzt – nach der Mitarbeiterzeitung „Carrera“ – als weltweit einziger Automobilhersteller die zuverlässige Funktion entsprechender Bauteile direkt beim Einbau. Dazu nutzt man das Strommesssystem „ECOS“ (Electrical Checkout System). Voraussetzung dafür sind exakt definierte Parameter für jeden elektrischen Verbraucher.