Tag Archives: Studie

Biker lieben Kurven

Gefahrenpunkt-Kurvenschneiden-Aufreger Copyright Foto Hannes Bagar KFVKurven schneiden gilt bei Motorradfahrern häufig als Kavaliersdelikt, ist aber lebensgefährlich. Dies haben österreichische Unfallforscher in einer wissenschaftliche Auswertung festgestellt. Gepaart mit überhöhter Geschwindigkeit ist dieser Leichtsinn Unfallursache Nummer 1 auf engen, unübersichtlichen Strecken. Kommt dann noch ein Continue reading

BMW X3 mutiert zum Pick up

deep4-back-Copyright Clemson-UniversitySieht aus wie ein BMW X4, ist aber ein umgebauter BMW X3: ein Pick up im Coupé-Look. Studenten des International Centers for Automotive Research der amerikanischen Clemson-Universität (US-Bundesstaat South Carolina) haben das SUV X3 von BMW umgebaut. Das Concept Car „Deep Orange 4“ lehnt sich an den aktuellen BMW X4 an, der Crossover im Mini-Format basiert auch auf der Plattform des BMW X3. Highlight ist Continue reading

Mehr Umsatz durch E-Autos

Wer mit einem Elektroauto einkaufen fährt, gibt mehr Geld aus als normalerweise. Aber nur dann, wenn auch eine Ladestation zum Auftanken des Stromers zu Verfügung steht. Dies hat der US-Ladegerätehersteller ECOtality festgestellt, der große Einkaufsketten wie Continue reading

E-Automärkte trennen sich

Das rein batteriebetriebene Elektroauto dürfte als Alternative zum Pkw mit Verbrennungsmotor in China erst in zehn Jahren wirtschaftlich attraktiv werden. Mit der Range-Extender-Technologie kann das Elektroauto dagegen schon ab 2014 wettbewerbsfähig werden. Damit hat sich China verkalkuliert, denn dort setzte man auf Elektrofahrzeuge. Dies analysieren die Experten von McKinsey in einer neuen Studie, die die Wirtschaftlichkeit und das Marktumfeld der Elektromobilität in China im Blick hat.

Serielle Plug-in Hybrid-Fahrzeuge, deren zusätzlicher Verbrennungsmotor ausschließlich elektrische Energie zur Batterieaufladung erzeugt, können von einem kleinen hocheffizienten Einzylinder-Motor versorgt werden. Mit einfachen 10 kWh-Batterien fahren sie bis zu 40 Kilometer elektrisch und decken damit den Mobilitätsbedarf der meisten Pendler in China. „Im Vergleich zum reinen Batterie-Elektroauto oder zum konventionellen Hybridfahrzeug ist diese Technologie kostengünstiger und einfacher beherrschbar. Damit kommt sie den Kompetenzen der lokalen Autoindustrie entgegen“, erklärt McKinsey-Partner Christian Malorny. So kann sich ein Markt für Elektromobilität in China entwickeln, vor allem in den ausgedehnten Fahrzeugflotten des Personennahverkehrs, möglicherweise auch unterstützt durch eine entsprechende staatliche Regulierung. Damit könne sich die Welt der Elektromobilität künftig, analog zu Diesel- und Ottomotoren, in zwei Lager trennen: die klassischen Automobilmärkte Japan, Europa und USA mit batteriebetriebenen Hybridantrieben und die asiatischen Schwellenmärkte mit Range-Extender-Technologie.

E-Auto von Daimler für China

Mercedes präsentiert auf der Auto Show in Peking die alte B-Klasse als Basis für ein Elektroauto. „Denza“ heißt die gemeinsam mit BYD in China entwickelte Studie.  Sie soll unter der eigens gegründeten Marke Denza schon in nächsten Jahr vom Band rollen.

Die technische Basis stammt von der Vorgängergeneration der aktuellen Mercedes B-Klasse. Angaben zum E-Antrieb fehlen noch, allerdings soll die Reichweite bei bis zu 250 Kilometern liegen. Mit dem E-Auto wollen Daimler und BYD einen ersten Schritt zur Marktführerschaft für elektrische Autos in China machen. Zudem spielt auch der Druck der chinesischen Regierung  eine Rolle, die von ausländischen Autohersteller für China eine eigene Pkw-Marke verlangt und auch ein im Inland entwickeltes Elektroauto.

Batteriepreis für E-Auto muss runter

Das Elektroauto lohnt sich erst nach einer Laufleistung von 300.000 Kilometern, bis dahin sind die Anschaffungskosten höher als alle finanziellen Vorteile. Vorausgesetzt, die Batterien halten solange, sonst drohen hohe Zusatzkosten. Dies ergibt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Damit die Stromer bei der Bevölkerung akzeptiert werden, müssten nach Ansicht der Experten der Batteriepreis um rund 70 Prozent gesenkt und die Speicherfähigkeit deutlich erhöht werden. Für die nächsten Jahre favorisiert die Studie verbrauchsoptimierte Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auf ländlichen Straßen, für den Stadtverkehr Hybridautos.

Opel überdenkt Elektroauto-Strategie

Opel gibt sein Elektroautoprojekt „Junior“ auf. Denn der Kleinwagen verursache “zu hohe zusätzliche Investitionen”, heißt es aus Unternehmenskreisen. Der Junior sollte junge Käufer ansprechen und unterhalb des Corsa angesiedelt sein. Wie das Fachmagazin „Automotive News Europe“ berichtet, will Opel aber auch künftig auf ein reines Elektrofahrzeug setzen. Man werde aber die Marktchancen dafür sehr sorgfältig analysieren. Aus Rüsselsheim war dazu kein Statement zu erhalten.

Der Rückzug vom Junior überrascht Experten, denn noch im Mai sagte Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke der elektrische Miniwagen würde Anfang 2013 kommen. Im Eisenacher Werk wurde schon eine neue Fabrikhalle begonnen, gleichzeitig die Lackiererei und die Halle für den Karosserierohbau überholt. Damit verabschiedet sich Opel von einem Projekt, das den Elektroautos Peugeot iOn, Citroen C-Zero und dem bevorstehende Volkswagen E-Up im Kleinwagensegment Paroli bieten sollte. Auf der IAA zeigt Opel einen neuen Elektro-Zweisitzer mit futuristischem Design, in dem die Insassen hintereinander platziert sind. Er könnte in einigen Jahren die entstandene Lücke schließen.

Opel dominiert derzeit mit dem Ampera, einer Version des Volt Plug-in Hybrid der Schwestermarke Chevrolet. Volt und Ampera haben mit einem Range Extender eine Reichweite von 500 Kilometern, zehn mal höher als ein reines Elektroauto. Opel will dieses Konzept weiter ausbauen.

Innenraum der Zukunft Kion

Mit der Studie “Kion” präsentierte Johnson Controls auf dem Pariser Autosalon ein viel beachtetes Innenraumkonzept. Kürzlich stand das Fahrzeug in der Deutschlandzentrale in Burscheid, wo es auch entwickelt wurde. Auch bei Ford haben die Interieurspezialisten das Fahrzeug unter die Lupe genommen. Derzeit steht die in Burscheid entstandene Studie in den USA, beispielsweise auf der Detroit Motorshow dann folgt die Welttournee. Ein Serienauto im Segment “untere Mittelklasse”, das so ähnlich aussieht wie der Kion, soll es frühestens 2005 geben.

Für eine neue Mobilität

Lebensstile verändern die Gesellschaft: Die Brücke zwischen vertrautem Heute und unbekanntem Morgen pendelt sich langsam ein. Gefordert sind die Lebensstilforscher, deren Aufgabe es ist, große gesellschaftliche Strömungen und kleine Veränderungen in der Lebenswelt für die Zukunft voraus zusagen. Dabei geht es auch um die Frage: Wie verändern sich die Kundengruppen der Autohersteller in den nächsten 10 bis 15 Jahren im Hinblick auf ihr Freizeit- und ihr Mobilitätsverhalten?

HighTech für mobile Autofahrer

Johnson Controls, eines der weltweit führenden Unternehmen in der Automobil-Innenausstattung, gestaltete somit den Innenraum eines Ford zu einem Kommunikationszentrum aus. “Aus der Vielzahl von Fakten haben wir den Kion entwickelt, ein Concept Car für den Individualisten der Zukunft”, erläutert Thomas Patzelt, General Manager Product Business Development, das Konzept von Johnson Controls. Denn der Zulieferer hat erkannt, dass im Zeitalter der Globalisierung die räumliche Ungebundenheit wichtig ist. Ob Officeworking, Internetsurfing, telefonieren oder einfach nur entspannen – der Innenraum muss entsprechend ausgestattet sein. Grundlage für den Kion sind Konsumentenstudien bei Fahrern des C-Segments.

Kommunikationselemente vom feinsten

Beherrschend im Innern sind die Kommunikationssäulen: Rechts und links neben der Instrumententafel, sowie an beiden Seiten der Rückbank. Sie vernetzen das Auto mit der Außenwelt. Das Infotainment umfasst für jeden Insassen sind so Bildschirm, Mikrophon, Lautsprecher vorhanden, Laptop und elektronische Notizbücher können angeschlossen werden. Mit Bluetooth, dem drahtlosen Übertragungsstandard der Zukunft, sind die Säulen mit dem Zentralrechner vernetzt. So sind viele Entwicklungen von Johnson Controls integriert. Touch-Screen und das firmeneigene Video-Unterhaltungssystem AutoVision dominieren, machen fern sehen, spielen und surfen selbstverständlich.

Gemeinsame Sache mit weiteren Zulieferern

Die zweigeteilte Instrumenten-Anzeige ist das erste Produkt der Zusammenarbeit mit dem Displayspezialisten SAGEM. Wichtige Informationen wie Geschwindigkeit und Tankanzeige sind für den Fahrer im Vordergrund, Uhrzeit, Temperatur und Ölstand in der zweiten Reihe.

Keine B-Säule

Mehr Stauraum ermöglicht das von Michelin entwickelten Pax, dessen Notlaufeigenschaft einen Reservereifen überflüssig macht. Pax erlaubt einen größeren Kofferraum, flexible Raumteiler oder eine verschiebbare Rückensitzbank. Mit dieser Lösung will Johnson Controls den Autoherstellern eine flexiblere Plattformstrategie ermöglichen. Da die B-Säule fehlt, gehen die Fahrzeugtüren von der Fahrzeugmitte nach außen hin auf.

Ein Highlight ist das Kion-Sitzsystem

Im Design gepolsterter Küchenstühle der 70er Jahre bieten die Sitze einige pfiffige Lösungen. Um ein noch besseres Einsteigen zu ermöglichen, wurden die Vordersitze auf drei Füßen befestigt. Dies vermittelt ebenfalls ein völlig neues Raumgefühl. Zwei Motoren unterhalb des Sitzkissens steuern ein Gelenkfünfeck, das abgestimmt auf die Körpergröße, die Sitzhöhe und den Abstand zum Lenkrad und den Pedalen den Sitz reguliert. Ein weiterer Motor regelt die Einstellung der Rückenlehne. Ist der Sitz eingestellt, passt sich über Sensoren das Sitzkissen und die Rückenlehne ergonomisch optimal an den Insassen an. Möglich macht dies ein neuartiger Sensorbezug der Sitze, der aus dem neuen Material “Electro Textile” besteht: Das sensitive Textil nimmt bereits minimale Berührungspunkte wahr und leitet die Informationen wie ein Sensor weiter. Die Rücksitzbank ähnelt einer komfortablen Sitzecke zu Hause. Dabei bildet der Tisch das Kommunikationszentrum.

Vieles für die Serie gedacht

Chefdesigner Andreas Wlasak ist davon überzeugt, dass das Kionkonzept erfolgreich sein wird, dass man sich in ein bis zwei Autogenerationen den Komfort eines Wohnzimmers mit der Funktionalität eins Büros wünscht. Diese Anforderungen soll das neue Konzept erfüllen. “Allerdings, ist es wie mit den Modeschauen in Paris: Nicht alles Gezeigte ist letztlich tragbar”, erläutert Wlasak.

Kion und seine Zukunft

Und die Ingenieure von Johnson Controls denken schon weiter: Wie wirkt eine Kion-Ausstattung in einem Coupe oder einem Minivan. Der Prototyp eines Minivan verfügt über sechs Sitzplätze. Die mittlere und hintere Sitzreihe sind jeweils in der Mitte trennbar, so dass größere Gegenstände problemlos im Fahrzeuginneren transportiert werden können. Zusätzlich lässt sich die dritte Sitzreihe in den Fahrzeugboden versenken.

… nur virtuell

Eine eher stylingorientierte Coupé-Version hat neben vier Sitzplätzen eine futuristisch anmutende Mittelkonsole. Shopping-Boxen oder Raumteiler im Kofferraum, sorgen dafür, dass der Innenraum auch die Transport-Erwartungen erfüllt. Diese und andere Innenraumkonzepte hat Johnson Controls für seine Kunden virtuell realisiert.