Tag Archives: Unfall

Schnellfahrer hat Unfallmitschuld

Wer mit 200 km/h auf der Autobahn unterwegs ist, trägt auch bei einem unverschuldeten Unfall eine Mitschuld. Selbst dann, wenn ein Autofahrer mit „doppeltem Fahrstreifenwechsel“ zum Überholen ausschert und dabei das schnell herannahende Fahrzeug auf dem linken Fahrstreifen übersieht. Dies haben Richter am Oberlandesgericht Koblenz in einem Continue reading

Unfalldatenrekorder senkt Unfallzahlen

Ein Crash-Recorder, der Unfalldaten vor und nach einem Zusammenstoß aufzeichnet, reduziert das Unfallrisiko für Autofahrer um 15 Prozent. Dies hat die erste statistische Auswertung der Schweizer AXA Winterthur-Versicherung ergeben, die mehr als 30.000 Fahrzeuge von Continue reading

Assistenzsysteme machen Busse sicher

Der Reisebusunfall im Sommer 2011 auf der A93 bei Schwarzenfeld (Oberpfalz) forderte einen Toten und 22 Verletzte, davon drei schwer. Als Ursache vermutet die Polizei ein Abkommen von der Fahrbahn. Anschließend überschlug sich der Bus. Obwohl die Bilder Continue reading

Kleine Autos unsicher

Wer in einem Kleinwagen verunglückt, hat bei einem Unfall ein hohes Verletzungsrisiko; wer in einem teueren Auto verunglückt, hat die Last hoher Reparaturkosten. Dies ist das Ergebnis einer amerikanischen Untersuchung. Das Highway Loss Data Institute (HLDI) Continue reading

Elektroauto in China explodiert

Bei einem Autobahn-Unfall im südchinesischen Shenzhen ist ein Elektroauto des Herstellers BYD (Build your Dreams) in Flammen aufgegangen. Dies berichten mehrere internationale Medien und auch der Asienkorrespondent des Kölner Stadtanzeigers. Demnach sind drei Personen ums Leben gekommen. Der angetrunkene Fahrer eines Nissan GT-R soll von hinten auf das Taxi aufgefahren sein, dabei ging der BYD „e6“ in Flammen auf. Mehrere chinesische Medien zitieren Experten, die die Explosion mit einem Kurzschluss erklären. Der könnte zur Überhitzung der Lithium-Ionen-Batterie und einer anschließenden Explosion geführt haben. BYD hat sich noch nicht zu dem Fall geäußert. 

Die Batterietechnologie des Modells e6 steckt auch in der BYD/Daimler-Gemeinschaftsentwicklung des Elektroautos „Denza“, das erst kürzlich vorgestellt wurde. Wie Daimler-Chef Zetsche auf der Pekinger Auto-Show betonte, sei die Batterietechnologie von BYD aber anders als bei den Batterien, die Daimler selbst in seinen E-Mobilen nutzt. Und man habe künftig nicht vor, BYDs Batterien außerhalb des Joint Ventures einzusetzen. Dass die Stuttgarter das Batteriesystem für den Denza verwenden, hat mit Auflagen der chinesischen Regierung zu tun. Demnach müssen bei Elektroautos die Patente für mindestens eine der drei Komponenten Batterie, Getriebe und Steuerung bei einem in China ansässigen Unternehmen liegen.

Die meisten großen deutschen Autohersteller sind in China im dortigen E-Automarkt vertreten. BMW arbeitet mit seinem Partner Brilliance ebenso an einem chinesischen E-Auto wie Volkswagen. VW hat sogar zwei Projekte mit ihren beiden chinesischen Joint-Venture-Partnern: Mit First Automotive Works (FAW) den „Kaili“, mit der Shanghai Automotiv Industry Corp. (SAIC) den „Tantus“.

Li-Io-Batterien dürfen nicht abtransportiert werden

Rettungskräfte haben bei der Bergung von Elektrofahrzeugen  einige Risiken zu tragen. So existiert derzeit für verunglückte Elektrofahrzeuge noch keine praktikable Lösung für den Abtransport der Batterien nach einem Crash. Bei einem Symposium der Unfallforschung der Versicherer (UDV) diskutierten Experten diese Problematik. Es könne nicht sein, bemängelte UDV-Leiter Siegfried Brockmann, dass die Rettungskräfte nach einem Crash “auf eine individuelle Sondergenehmigung warten müssen”. Noch sei viel Aufklärungsarbeit über die tatsächlichen, aber auch über die nicht vorhandenen Risiken von Hochvolt-Fahrzeugen bei Polizei, der Feuerwehr, den Abschleppunternehmen, aber auch der gesamten Öffentlichkeit erforderlich.

Elektroauto macht sich selbstständig

Ein Elektro-Auto hat sich am Wochenende in einem Football-Stadion in Arlington (US-Bundestaat Texas) selbstständig gemacht und dabei sieben Personen verletzt. Nach dem Duell zweier Highschool-Teams setzte sich das geparkte Elektro-Cart plötzlich in Bewegung und fuhr Richtung Spielfeldmitte. Nacheinander wurden dabei mehrere Personen angefahren, darunter auch ein Trainer. Vier Unfallopfer mussten sich noch auf dem Spielfeld behandeln lassen, ein Journalist im  Krankenhaus. Wie Lokalsender berichten, ist vermutlich ein Absperrkegel in den Fußraum des Fahrzeugs auf das Gaspedal gerutscht und hat es eingeklemmt. Nach mehreren Versuchen gelang es einem Zuschauer, auf das E-Cart zu springen und es zu stoppen.

Schlagloch ist Todesursache

Schlaglöcher können bei einem Unfall nicht nur für Verkehrsteilnehmer verhängnisvoll werden, sondern auch für Städte und Gemeinden, denen der Straßendienst obliegt. In einem Berufungsverfahren sprach jetzt ein Gericht in Belgien die wallonische Stadt Verviers schuldig, sie habe den tödlichen Verkehrsunfall eines Zweiradfahrers verursacht. Der 17-jährige fuhr mit seinem Motorrad in ein Schlagloch, verlor daraufhin die Kontrolle und rutschte über die Fahrbahn in ein entgegenkommendes Auto. Noch an der Unfallstelle verstarb er. Die Stadt hat es nach Ansicht der Richter versäumt, auf der Gemeindestraße die gefährlichen Schlaglöcher zu reparieren. Damit erreichten die Eltern des Jugendlichen nach einem jahrelangen Gerichtsstreit ein verbindliches Urteil. Schon bei der Unfallaufnahme hatte die Polizei als Ursache das Schlagloch angegeben. In einem Zivilverfahren muss jetzt von einem Gericht noch die Höhe des Schmerzensgeldes festgelegt werden.