Tag Archives: VW

Russland-Krise für VW

Volkswagen bröckelt in Russland die Nachfrage weg. Hintergrund ist die Krim-Krise und die schwächelnde Baukonjunktur, die den LKW-Markt belastet. Theoretisch läuft alles bestens für VW in Russland. Man könnte dort 300.000 Autos lokal fertigen lassen. Entweder im eigenen Werk in Kaluga oder in Nischni Nowgorod (beide in der Region Moskau), wo der einstige Wolga-Hersteller GAZ als Lohnfertiger produziert. Damit erfüllt Continue reading

VW plant Modelloffensive

VW-Elektrofahrzeug NILSMit der größten Modelloffensive seiner Geschichte will der Volkswagenkonzern in Südamerika wachsen. 3,4 Milliarden Euro sollen dazu in den brasilianischen Automarkt investiert werden. Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche plant VW-Produktionsvorstand Michael Macht damit den Marktführer Fiat zu überholen. Die Prognosen für den brasilianischen Continue reading

Ein-Liter-Auto von VW geht in Serie

Schon vor mehr als zehn Jahren fuhr VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech werbewirksam mit dem 1-Liter-Auto „L1“ von Wolfsburg zur VW-Hauptversammlung nach Hamburg. Nach mehreren verbesserten Studien präsentiert VW auf der Genfer Motorshow Anfang März die  Serienversion „XL Continue reading

Deutschlands Automobilhersteller vorbildlich

Als einziges westeuropäisches Land haben Deutschlands Automobilhersteller die Produktion im letzten Jahrzehnt erhöht. Dagegen verlagerten die anderen Autobauer ein Drittel ihrer Produktion Richtung Osteuropa, wo sie somit um durchschnittlich 180 Continue reading

Porsche entwickelt E-Auto der Zukunft

Eine neue Generation von Komponenten für Elektrofahrzeuge sollen unter der Leitung der Porsche Engineering Group führende deutsche Industrie-Unternehmen sowie namhafte Universitäten und Forschungsinstitute entwickeln. Beteiligt sind renomierte Partner wie beispielsweise Porsche, Volkswagen, Bosch, Behr, Infineon oder Fraunhofer. Ziel des auf drei Jahre angelegten ,,e-generation-Projekts sei es, Reichweite und Alltagstauglichkeit zu verbessern, und die Kosten zu senken. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), es steuert zum Gesamt-Budget von 39 Millionen Euro rund die Hälfe bei. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer neuen Generation von Komponenten für Elektrofahrzeuge. Schwerpunkte sind Gewichtsoptimierung, Kostensenkung, Modularisierung und Komponentenbaukästen.

VW-Werk Baunatal liefert Antrieb für E-Golf

Den Antrieb für das Elektroauto Up fertigt das VW-Werk in Baunatal schon. Nun lässt der Wolfsburger Konzern auch das Getriebe für den E-Golf in Nordhessen bauen. Weiterlesen –>

Städte und Kommunen wollen ins Schaufenster

Deutschland rüstet sich, um Leitanbieter für Elektromobilität zu werden. Rund 40 Bewerbungen aus allen Teilen Deutschlands wollen von der Förderung für fünf Schaufenster profitieren. Continue reading

Low-Cost-Auto von Skoda

Volkswagen entwickelt einen heckgetriebenen Viersitzer unterhalb des Kleinwagens Fox, der von Skoda in Asien vertrieben werden soll. “Volkswagen arbeitet derzeit an der A000-Plattform, einer Plattform für einen Viersitzer unterhalb des Kleinwagens Fox”, verriet VW-Chef Dr. Martin Winterkorn. Eine erste Studie des Autos wird im September auf der IAA in Frankfurt zu sehen sein. Erstmals seit den Zeiten des legendären Käfers werde das ein heckgetriebenes Fahrzeug sein, möglicherweise auch mit drei Zylindern, so der Konzernchef gegenüber dem Wirtschaftsmagazin AUTOMOBIL-PRODUKTION.

Von diesem intern “New Small Family” genannten Konzept wollen die Wolfsburger zwei Fahrzeuge für verschiedene Märkte ableiten, so ein Konzernsprecher gegenüber dem Magazin. Für Emerging Markets wie China, Russland, Brasilien oder Indien entwickelt Volkswagen demnach auf der gleichen Basis ein Modell für 5.000 bis 7.000 Euro. “Wir realisieren den günstigeren Preis durch einfachere Ausstattung”, so der Sprecher. Features wie Servolenkung oder Klimaanlage könnten dann entfallen. Für Emerging Markets sei eine Version unter der Marke Skoda denkbar, heißt es aus Wolfsburg.

Wunderkerze an Bord

Tauerntunnel, im Juni 1999: Nach einem Auffahrunfall stehen verkeilt, ausgebrannt und deformiert einige Dutzend Autos in der Röhre, 12 Tote sind zu beklagen. Anlass für das österreichische Parlament sich in einer aktuellen Stunde mit dem Thema “Kfz-Brand” zu befassen. Wichtigster Punkt: Neue Werkstoffe im Auto, die ein höheres Brandrisiko bilden.

Politiker fordern Feuerlöscher

“Magnesium fördert eine künftige Ausrichtung der Fahrzeugbrände auf Metallbrände”, befürchtet der Abgeordnete Kurt List, Mitglied im Ausschusses für Landes-Sicherheit der Steiermark. Der Politiker warnt vor der verheerenden Reaktion von Magnesium und fordert einen obligatorischen Feuerlöscher für jedes Fahrzeug.

Keine Kfz-Brandstatistik in Deutschland

Eine “unscharfe” Ursachenstatistik zeigt, dass bei jedem 25. Fahrzeugbrand auch ein “Metallbrand” entsteht, wenn beispielsweise eine Magnesium-Metalllegierung schmilzt und dann Feuer fängt. Der Trend zum Leichtbau zwingt die Autohersteller vermehrt neue Werkstoffe wie das Leichtmetall Magnesium einzusetzen. Den Mehrkosten bei Material und Verarbeitung steht andererseits geringeres Fahrzeuggewicht und damit niedrigerer Kraftstoffverbrauch gegenüber: 100 kg weniger Fahrzeuggewicht senken den Verbrauch um etwa 0,6 Liter je 100 Kilometer.

Magnesiumeinsatz vervierfacht sich in zehn Jahren

Die Vorteile von Magnesium sind unbestritten. Bei gleichem Volumen ist ein Magnesium-Bauteil drei Viertel leichter als Stahl, etwa ein Drittel leichter als Alu. Deshalb prophezeien Experten dem Leichtmetall einen rasanten Anstieg. Joe Willekens, Forschungschef bei Hydro Magnesium: “Heute enthält jedes Fahrzeug im Durchschnitt 2,5 Kilogramm Magnesium, für die nächsten zehn Jahre rechnen wir mit einer Vervierfachung.”

Feuerwehr hat Löschprobleme

Der steigende Leichtbau der Automobilhersteller treibt den Feuerwehrleuten das Wasser in die Augen, denn bei brennenden Magnesiumbauteilen in Motorblock, Armaturenbrett, Sitzlehnen oder Türstrukturen versagen herkömmliche Löschmittel. Noch dient als Lösch-Grundlage die Vorschrift “Brand und Explosionsschutz an Maschinen”, die auch für Autobrände gilt. Sie sagt aus, dass Magnesiumbrände – erkennbar an der hellen gleißenden Brandfarbe – keinesfalls mit Wasser gelöscht werden dürfen. Hans-Peter Merker, Experte für Magnesium im Deutschen Feuerwehrverband: “Wir müssen aber eine neue Strategie zum Löschen von Magnesiumbränden entwickeln, und beispielsweise fragen, welche Löschmittel sind optimal, welche Löschtaktik ist erforderlich und wie sind die Einsatzfahrzeuge zu beladen.”

VW macht Brandversuche mit magnesiumhaltigen Autos

Magnesium in kompakter Form ist schwer entflammbar und als Fahrzeugbrandursache auszuschließen – behaupten die Automobilhersteller. Es schmilzt bei etwa 600 Grad Celsius, je nach Legierung liegt die Zündtemperatur weit höher, bevor es zum Oberflächenbrand kommt. Versuche im Volkswagen Konzern haben gezeigt, dass Gehäusebauteile erst nach intensiver Beflammung in Brand geraten. Wolfgang Geisler, Magnesiumbeauftragter bei VW: “Bei Volkswagen wurden alle erforderlichen Untersuchungen zur Freigabe von Magnesium im Fahrzeug durchgeführt. Alle rechtlichen Vorschriften werden erfüllt.” Soll heißen, dass diese Bauteile auch die hohen Anforderungen erfüllen müssen, die an Kunststoffe gestellt werden.

Käfer hat das meiste Magnesium an Bord

Mehr als zwanzig Millionen Käfer sind mittlerweile vom Band gelaufen, jeder hatte etwa 20 kg Magnesium an Bord, insgesamt mehr als 400.000 Tonnen. Schon 1933 setzte Käferkonstrukteur Ferdinand Porsche auf Leichtbau. Er entschied sich wegen Devisenmangel für das hierzulande vorhandene Magnesium statt Aluminium. In den 50er Jahren verwendeten die Ingenieure im Volkswagen mehr als 22 Kilogramm Magnesium – in Getriebe-, Kupplungs- und Lüftergehäuse und einigen KleinteilenLeichtmetallexperte Jo Willekens: “Wir haben bei Hydro Magnesium schon vor einigen Jahren solch einen Käfermotor Stunden lang heiß laufen lassen, dann angezündet und letztlich noch 30 Liter Benzin in den Motorraum gekippt”. Erst nach mehr als 20 Minuten intensiver Beflammung hat das Magnesiumgehäuse des Motors gebrannt.

Auch andere Hersteller schließen sich der Brandforschung an

Und wenn künftig immer mehr Karosserieblech oder Lenkräder aus Magnesium bestehen? Magnesiumexperte Wolfgang Geisler: “Die Magnesiumlenkräder beispielsweise sind mit Kunststoff ummantelt, im Brandfall würde der Kunststoff verbrennen, sich als Schutzschicht um das Magnesium legen und so in der Regel einen Magnesiumbrand verhindern”. Demnächst wollen Feuerwehrverband und VW im Brandforschungshaus der Uni Karlsruhe ein magnesiumhaltiges Fahrzeug anzünden um das Abbrennverhalten zu untersuchen und zu dokumentieren. BMW und DaimlerChrysler stoßen in der nächsten Phase dazu, denn die Problematik betrifft alle Hersteller, aber auch Werkstätten und Hobbywerker.

Bastler sind künftig gefährdet

So hofft denn Brandschutzexperte Hans-Peter Merker auf weitere Hinweise beim Kfz-Brand: “Die Brandversuche sollen auch Erkenntnisse über Handhabung und Schutzmaßnahmen für die zahlreichen Bastler liefern”. Wenn beispielsweise künftig Bastler die magnesiumhaltige Heckklappe ihres betagten 3-Liter-Lupo mit einer Flex abschleifen besteht die Gefahr, das sich auf den Handschuhen Staub ablagert. Schon ein glühender Span kann ausreichen, um den Magnesiumstaub explosionsartig zu entzünden.

Bei Autoherstellern hat es schon gebrannt

Mit dieser Gefahr haben auch die Autohersteller schon Bekanntschaft gemacht: Bei der Produktion des Magnesiumgetriebes für Golf und Polo kam es zu kleineren Bränden im Kasseler-Volkswagenwerk. Mittlerweile fertigen deshalb die Hersteller abseits der Produktionshallen. DaimlerChrysler hat die Herstellung von Magnesiumteilen vollständig ausgelagert, nachdem es zu einem Brand kam, BMW betreibt im Werk Landshut eine separate Pilotanlage.

Formel 1 hat als Brandgefahr erkannt

Ohne Zweifel: Mehr Magnesium im Fahrzeug bedeutet auch höhere Brandgefahr, zumal magnesiumhaltige Türen oder Karosserieteile leichter und großflächiger werden. Im Motorsport haben die Verantwortlichen der Formel 1 schon vor Jahrzehnten die Magnesiumgefahr zu spüren bekommen: Beim Großen Preis von Frankreich 1968 überschlug sich Jo Schlesser mit einem Honda V8, der eine Magnesium-Karosserie hatte. Der Franzose verbrannte im Wrack. Seit 1972 schreibt die FIA für Formel-1-Fahrzeuge vor, dass keine Magnesiumschicht dünner als drei Millimeter sein darf.

Magnesium der Leichtbau-Renner

Im 3-Liter-Lupo konnte mit einer Druckguss-Magnesium-Heckklappe fast die Hälfte des Gewichts eingespart werden, eine Coupe-Tür bei BMW wurde durch einen Alu/Magnesium-Mix um 7,5 Kilo leichter. Auch für den Dauerbrenner A 4 entwickelt Audi den Prototypen einer Magnesium-Autotür. Der neue A6 Multitronic enthält etwa 20 kg Magnesium, vorwiegend im Getriebe.

Jährlich werden derzeit etwa 400.000 Tonnen verarbeitet, 2005 sollen es schon 550.000 Tonnen sein. Die Autohersteller reagieren und suchen Lieferanten: VW hat ein Drittel an der israelischen Dead Sea Magnesium erworben, Ford investiert in die Australian Magnesium Corp. und General Motors kooperiert mit Norway`s Norsk Hydro.

VW-Chef stellt Antriebsstrategie vor

Um den immer strengeren Umweltvorgaben gerecht zu werden, will der Volkswagen-Konzern in seiner gesamten Produktpalette künftig neue Maßstäbe setzen. Dies kündigte Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorsitzender der Volkswagen AG, kürzlich auf dem 28. Internationalen Wiener Motorensymposium an. „Dabei setzen wir insbesondere auf die Weiterentwicklung unserer hoch effizienten TDI-, TSI- und TFSI-Aggregate sowie die innovative DSG-Technologie in sämtlichen Fahrzeugklassen“, so Winterkorn. Er erläuterte in seinem Vortrag die Fahrzeug-Antriebsstrategie, das Zusammenspiel von Motor, Getriebe und Fahrwerk.

Von der Rennstrecke zum Kunden

Mit dem spektakulären Sieg des Dieselrennwagens Audi R10 TDI beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans habe man einmal mehr bewiesen, welches Potenzial in der Dieseltechnologie stecke. Mit der jüngsten Motorengeneration will VW die Vorzüge des erfolgreichen TDI-Prinzips auf den Ottomotor übertragen: Hohes Drehmoment und hoher Wirkungsgrad – bei niedrigem Verbrauch.

Hier startet man mit der A00-Klasse, in der wir schon bald ein TDI-Modell anbieten werden. Der Polo BlueMotion ist mit nur 3,9 Liter Durchschnittsverbrauch das sparsamste Auto seiner Klasse in Europa.

Die wichtigste technische Säule bei VW bildet der Drei-Zylinder-TDI-Motor. Er leistet bei 4.000 Umdrehungen pro Minute 80 PS. Unter anderem zeichnet er sich durch eine optimierte Abgasrückführung (EGR) aus. Ein besonders schnell ansprechender Oxidationskatalysator trägt im serienmäßigen Diesel-Partikelfilter dazu bei, die Emissionswerte zu senken. „Die CO2-Emissionen liegen bei nur 102 Gramm pro Kilometer und Sie können sicher sein, dass wir diesen Wert noch in den zweistelligen Bereich bringen werden“ verspricht Techniker Winterkorn.

Dieselmotoren für die USA

In der A-Klasse bietet Audi seit kurzem den A3 1.9 TDI economic an. Er setzt mit seinem Verbrauch von nur 4,5 Litern und Emissionen von nur 119 Gramm CO2 pro Kilometer neue Maßstäbe.

Unter dem Label „Bluetec“ treibt Volkswagen gemeinsam mit Audi und Mercedes eine Dieseloffensive vor allem in den USA voran. Bluetec steht für saubere und verbrauchsarme Dieselmotoren. Der zentrale Aspekt ist dabei die Reduzierung der Stickoxide um bis zu 90 Prozent durch innermotorische Maßnahmen und Katalysatortechnologien.

Bei den Modellen unterhalb der Passat-Klasse, wie beispielsweise Jetta BlueTec, ist eine Technologie mit NOx-Speicherkatalysator zielführend. Er bindet die Stickoxide wie ein Schwamm und erreicht damit einen hohen Wirkungsgrad.

Speicherkat wird von Software gesteuert

Der NOx-Speicherkat ist auf Dieselkraftstoff angewiesen, der extrem schwefelarm ist, weil er sonst durch Sulfatbildung an Wirkungsgrad verlieren würde. In den meisten europäischen Ländern steht dieser Treibstoff schon zur Verfügung, in den USA wird er seit Mitte Oktober 2006 auf breiter Front eingeführt.

Der erste Einsatz dieser Technologie im Jahr 2008 in den USA erfolgt im Jetta mit einem 2.0 l Common-Rail-Diesel, der die kalifornischen Grenzwerte – die strengsten der Welt – erfüllt.

Für den besonders sparsamen Einsatz des 1.9 TDI wurden im Passat BlueMotion verschiedenste Parameter des Direkteinspritzers geändert.

Über eine Software-Anpassung des Motorsteuergerätes hat man zum Beispiel die Leerlaufdrehzahl abgesenkt und die so genannte Emissionsabstimmung modifiziert – unter anderem über den Ladedruck des Abgasturboladers, die Einspritzzeitpunkte und die Abgasrückführrate.

Das Steuergerät des TDI gibt zudem eine „Gangempfehlung“ in Richtung der serienmäßigen „Multifunktionsanzeige Plus“ ab. Dort kann der Fahrer ablesen, welcher von den fünf Vorwärtsgängen gerade am effizientesten ist. Die längeren Übersetzungsverhältnisse senken die Motordrehzahl und damit den Verbrauch.

Standardmäßig sind dem 1.9 TDI ein Zweiwege-Oxidationskatalysator und ein Dieselpartikelfilter nachgeschaltet.

Clean-Diesel-Technologie

Der zum Beispiel im Audi A6 eingesetzte V6 TDI ist der weltweit erste Dieselmotor mit direkt gesteuerter Piezo-Hochdruckeinspritzung und damit das Rückgrad der V-Dieselmotorenfamilie.

Seit 2004 ist er mit einer wartungsfreien Partikelfiltertechnik ausgerüstet. Seit der Einführung im neuen Audi A5 entspricht er mit 240 PS bereits der Euro 5 Abgasnorm, die erst ab September 2009 gelten wird.

Dieser Motor wird bald zusätzlich als Clean-Diesel-Variante zur Verfügung stehen und damit die weltweit schärfsten Abgasgrenzwerte in Kalifornien (LEV II) erfüllen. Dies gelingt durch den Einsatz einer 2000 bar Piezo-Hochdruckeinspritzung und eines SCR-Systems.

Diese Clean-Diesel-Technologie wird zeitnah auch in Europa angeboten werden und damit die Euro 6 Abgasgesetzgebung erfüllen, die erst ab September 2014 gelten soll.

Super-Diesel für den Audi Q7

Der Achtzylinder TDI kam als zweites Mitglied der V-Motorenfamilie mit der neuesten Piezo-Hochdruckeinspritzung im Audi A8 zum Einsatz. Mit seinen 327 PS wurde er der leistungsfähigste Pkw-Dieselmotor weltweit im Audi Q7 eingebaut. Winterkorn: „Wir wollen diese einzigartige Leistung der Diesel-Technologie den Kunden verfügbar machen.“

Im Audi Q7 wird daher ein TDI-Motor mit 500 PS und einem Drehmoment von 1.000 Nm die Audi-Dieselkompetenz unter Beweis stellen: Euro 5 mit einem Kraftstoffverbrauch von nur 11,9 Litern.

Bei VW TSI, bei Audi TFSI

Mit dem 1.8l 5V Turbomotor hat der VW-Konzern 1995 eines der ersten Downsizing-Motorkonzepte in den Markt gebracht. 2004 folgte mit dem 2.0 TFSI der erste aufgeladene Direkteinspritzmotor. Mit der nächsten Generation der TFSI-Motoren (im neuen Audi A4) erreicht man weniger als 160 Gramm CO2 pro Kilometer Emissionen.

Den Grundstein dieser Technologie, bekannt bei VW unter dem Kürzel TSI und bei Audi unter dem Namen TFSI, hat man mit dem Golf GT und dem 1.4 TSI eine Weltneuheit vorgestellt. Er kombiniert Benzindirekteinspritzung und Doppelaufladung mit einem mechanisch angetriebenen Kompressor und einem nachgeschalteten Abgasturbolader.

„Bereits ab Mitte 2007 kommt die Erweiterung der TSI-Strategie in die 90 kW-Klasse“, verspricht Winterkorn. Zusammen mit dem Doppelkupplungsgetriebe werden dann im 122-PS-Golf weniger als 140 Gramm CO2 pro Kilometer erreicht.

Vermehrt Turbo-Otto

In der B-Klasse ist bei den Ottomotoren der neue EA888-TFSI-Motor führend, auch erhältlich in der A-und C-Klasse: Zwei Hubraumvarianten mit 1.8 und 2.0 Litern als Turbo-aufgeladener Motor mit Direkteinspritzung.

Basierend auf dem EA888-Motor soll die Erfolgsstory Downsize-4-Zylinder Turbomotoren fortgesetzt werden. Parallel zu Europa läuft der Motor auch in dem neu gebauten Motorwerk im chinesischen Dalian vom Band. Neben den Benzinvarianten wird es basierend auf dem EA888 Grundtriebwerk auch CNG-und E85-Varianten geben.

VW-Chef Martin Winterkorn: „In den USA werden wir mit dem 2.0 TFSI SULEV in diesem Jahr den weltweit ersten aufgeladenen Motor mit Benzindirekteinspritzung einführen, der auch die kalifornischen SULEV-Grenzwerte erfüllt.“

2006 wurden in dem V6 2.8l-FSI-Motor mit dem Audi valvelift system und einer neuen volumen- und druckgeregelten Ölpumpe innovative Technologien in Serie gebracht. Oberhalb der V6 FSI Motoren kommt „in naher Zukunft“ eine neue Generation aufgeladener V-Motoren.

Doppelkupplungsgetriebe (DSG) etabliert sich

Die ursprünglich aus dem Rennsport stammende Idee des DSG-Doppelkupplungsgetriebes hat Volkswagen mittels einer elektronischen Steuerung optimiert. Das DSG-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert die Vorteile von Handschalt- und Automatikgetriebe mit hoher Agilität bei niedrigem Kraftstoffverbrauch.

Beginnend mit dem ersten Einsatz im Golf R32 wurden bisher über 500.000 DSG-Doppelkupplungsgetriebe gefertigt. Aufgrund der enormen Kundennachfrage wurde die Produktion innerhalb des Jahres 2006 fast verdoppelt.

Hybrid ist kein Allheilmittel

Die Hybridtechnologie ist zwar kein Allheilmittel, aber in Metropolen und Ballungszentren kann sie sinnvoll verbrauchsmindernd eingesetzt werden. Neben der Umsetzung des so genannten FullHybrid im VW Touareg und im Audi Q7, die schon nächstes Jahr auf den Markt kommen werden, beschäftigt man sich bei VW mit der entsprechenden Technologien für die Kompaktklasse, für die Mild-Hybrid-Systeme oder Start-Stopp-Systeme prädestiniert sind. Vor kurzem hat man den Touran-Prototypen „Highbrid“ vorgestellt, der mit einer Kombination aus TSI-Motor, Elektroantrieb und Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet ist.

VW beteiligte sich im vergangenen Jahr am Aufbau eines Lehrstuhls für Angewandte Materialwissenschaften zur Energiespeicherung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Forschungsschwerpunkt sind Lithium-Ionen-Batterien. Künftig sollen sie die derzeit in Hybridfahrzeugen üblichen Nickel-Metallhydrid-Batterien ersetzen, da sie eine höhere Leistung und Energiedichte sowie eine längere Lebensdauer versprechen.

Brennstoffzelle in the year 2020?

VW hat eine in dieser Form weltweit einzigartige Hochtemperatur-Brennstoffzelle entwickelt. Sie eliminiert viele Nachteile der bisher bekannten Niedrigtemperatur-Brennstoffzellen und soll im Jahr 2009 mit ersten Prototypen in die Erprobung gehen. Die Technologie befindet sich allerdings noch im Frühstadium, mit der industriellen Reife ist wohl nicht vor dem Jahr 2020 zu rechnen.