{"id":4344,"date":"2024-02-10T13:57:00","date_gmt":"2024-02-10T13:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.autolook.de\/?p=4344"},"modified":"2024-04-01T11:05:29","modified_gmt":"2024-04-01T11:05:29","slug":"das-geheimnis-hinter-den-seniorenunfaellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.autolook.de\/?p=4344","title":{"rendered":"Das Geheimnis hinter den Seniorenunf\u00e4llen"},"content":{"rendered":"\n<p>Eine neue Studie enth\u00fcllt:\u00a0 \u00c4ltere Fahrer haben mehr Schwierigkeiten mit der diagonalen Fu\u00dfbewegung vom Bremspedal zum Gaspedal. Das kann zu schweren Unf\u00e4llen f\u00fchren, wenn sie die Pedale verwechseln. Experten raten, das Autofahren im Alter zu reduzieren oder ganz aufzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang Februar in Stuttgart. Eine 81-j\u00e4hrige Frau erfasst eine Fu\u00dfg\u00e4ngerin, die gerade die Stra\u00dfe \u00fcberqueren will. Sie wird schwer verletzt. Die gestresste Autofahrerin hatte das Bremspedal verwechselt und pl\u00f6tzlich Gas gegeben. Keine&nbsp; Seltenheit: Senioren verursachen seit Jahresbeginn schon mehr als ein halbes Dutzend solcher tragischen Unf\u00e4lle.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Alter macht das Autofahren schwerer. Das zeigt eine neue Studie der japanischen Universit\u00e4t Nagoya. Denn Autofahrer m\u00fcssen ihre H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe flexibel koordinieren.&nbsp; Verantwortlich daf\u00fcr sind die geistigen F\u00e4higkeiten, die unser Denken steuern. Das Unfallrisiko steigt, wenn sich diese sogenannten exekutiven Funktionen im Alter verschlechtern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Forscher untersuchten die Gehirnaktivit\u00e4ten von Senioren (Durchschnittsalter 69 Jahre) und&nbsp; Studenten (21 Jahre) mittels Nahinfrarotspektroskopie. Damit l\u00e4sst sich der Blutfluss im Gehirn messen. Die Probanden&nbsp; mussten neu entwickelte Tests zur Hand-Fu\u00df-Koordination absolvieren, die das Bremsen und Beschleunigen in einem Auto simulierten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse zeigen: \u00c4ltere Autofahrer haben l\u00e4ngere Reaktionszeiten und langsamere Entscheidungszeiten. Zudem arbeitet der Teil des Gehirns, der f\u00fcr das Denken und das Bremsen wichtig ist, mehr als normal. \u00c4hnlich wie in Situationen,&nbsp; in denen man sich konzentrieren, entscheiden oder seine Gef\u00fchle kontrollieren muss. \u00c4ltere Autofahren haben dann Probleme, eine schr\u00e4ge Fu\u00dfbewegung zwischen den Pedalen auszuf\u00fchren. Mit der erh\u00f6hten Gehirnaktivit\u00e4t wollen sie dies ausgleichen. Was nicht immer gelingt. Beim Bremsen kann das fatal sein: Autofahrer, die Gas- und Bremspedal verwechseln, verursachen oft&nbsp; schwere Unf\u00e4lle.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Studie der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen hat die Reaktionszeiten von Senioren beim Bremsen gemessen und mit denen von j\u00fcngeren Fahrern verglichen. Ergebnis. Senioren brauchen im Durchschnitt 0,3 Sekunden l\u00e4nger, um auf ein Bremslicht zu reagieren. Bei Tempo 100 verl\u00e4ngert sich der Bremsweg um 8,3 Meter. Die Studie schl\u00e4gt f\u00fcr Senioren Fahrerassistenzsysteme wie einen Notbremsassistenten vor. Ja, es gibt auch Forschung in Deutschland zu diesem Thema.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Unfallforschung der Versicherer (UDV) untersuchte die Ursachen und Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen f\u00fcr Unf\u00e4lle mit Senioren am Steuer. Demnach verwechseln Senioren h\u00e4ufiger als andere Altersgruppen Gas- und Bremspedal &#8211; vor allem bei Automatikwagen. Die Studie empfiehlt: Senioren sollten regelm\u00e4\u00dfig ihre Fahreignung \u00fcberpr\u00fcfen lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue Studie enth\u00fcllt:\u00a0 \u00c4ltere Fahrer haben mehr Schwierigkeiten mit der diagonalen Fu\u00dfbewegung vom Bremspedal zum Gaspedal. Das kann zu schweren Unf\u00e4llen f\u00fchren, wenn sie die Pedale verwechseln. Experten raten, das Autofahren im Alter zu reduzieren oder ganz aufzugeben. Anfang Februar in Stuttgart. Eine 81-j\u00e4hrige Frau erfasst eine Fu\u00dfg\u00e4ngerin, die gerade die Stra\u00dfe \u00fcberqueren will. 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